Tintenfuchs‘ Papiertest #2: Notizhefte von Fabriano

Fabriano ist ein international bekannter Name, wenn es um Papier geht. Aber ist es auch für die Spitzfeder geeignet? Wir werden sehen … Bonus: Geldspar-Tip am Ende!

Papiertest#2: Fabriano-Notizhefte

Sortiment

Es gibt ein riesiges Sortiment an Büchern und Heften von Fabriano. Jedes erdenkliche Format, jede erdenkliche Farbe. Kariert, liniert, glatt. Und, was mir besonders gut gefällt: Buntes Papier innen. Da gibt es Notizbücher, die verschiedene Farben in einem Buch vereinen und Hefte, die in einer Farbe gehalten sind. Die bunten Hefte sind neu, anscheinend eine 2016er-Sommer-Edition, schaut mal da: Bunte Heftchen

Aufmachung

Das Cover ist aus einem festeren, sehr angenehmen und strukturiertem Papier. Nennt man das schon Laid? Es sieht auf jeden Fall klasse aus. Was mir auch gefällt ist, dass das Papier EFC-zertifiziert ist. Wenn ich die Wahl habe zwischen umweltfreundlich oder nicht, dann nehme ich doch lieber das.

papiertest fabriano notizheft

Papier

Das Innenleben hat eine Grammatur von 80g/m², also kann man auch hier die Hilfslinien gut durchsehen. Bei den bunten Varianten ist das etwas schwerer. Das Papier hat einen ganz leichten, samtigen Anschein und nicht nicht hochweiß, aber beinahe.

Das Papier fühlt sich extrem glatt an, aber wenn man mit der Feder darauf gleitet, spürt man doch ein wenig Widerstand. Gerade so viel, dass man nicht ausrutscht.  Hier der Test mit den verschiedenen Federn:

  • Sehr feine, flexible Feder (Leonardt Principal EF): Wow. Ich bin echt beeindruckt. Mit so feinen Federn kann kaum ein Notizbuch, das ich probiert habe, umgehen. Aber die Aufstriche klappen super, die Haarlinien sind fein.
  • Feine, härtere Feder (Nikko G): Die Nikko funktioniert auf fast jedem Papier, daher überrascht mich nicht, dass auch das klappt.
  • Feine bis mittlere, flexible Feder (Brause EF66): Die Brause-Federn sind ja dafür bekannt, dass sie eher trickreich sind. So ist mir auch die einmal beim Strich nach oben hängengeblieben und es gab Spritzer.
  • Medium-Feder (Brause Rose): Die Feder gleitet zwar schön, aber der Strichstärkenunterschied ist kaum merkbar. Naja.

Was ich auch noch erwähnen muss ist, dass die Tinte (ich habe Walnusstinte verwendet) mit einem Glanz trocknet, der auf diesem Papier besonders gut zur Geltung kommt. Weiters trocknet die Tinte sehr schnell, das ist großartig.

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Durchschlag

Leider merkt man das schon sehr. Bei 80 g/m² ist das aber wohl kaum vermeidbar. Was mir nicht so gut gefällt ist, dass das Papier sich leicht wellt, obwohl ich nicht sonderlich viel Tinte verwendet habe. Somit kann man die Rückseite nicht unbedingt für „schönes“ Schreiben verwenden, aber durchaus zum Üben und herumkritzeln.

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Fazit

Die Hefte sind schön dünn und lassen sich somit flach auflegen. Mein Handgelenk dankt es mir! Die Farben sind toll, das Cover macht echt was her und den Test mit verschiedenen Federn besteht das Papier auch.

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Special Tip

Wenn ihr aus Wien seid, bestellt euch die Bücher direkt auf der Fabriano-Website. Dort kosten die Hefte, die beim Mastnak ca 10€ kosten, 2,50€. Tut euch zusammen und bestellt mehr, dann lohnen sich die Versandkosten. Seid ihr aus Deutschland: Am Flughafen München gibt es eine Boutique – kontaktiert sie direkt, um etwas zu bestellen, sie sind sehr nett! 

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