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Tintenfuchs’ Stiftetest #1: All about Brush Pens Teil 1

Nachdem es nie genug Übersichten über Brush Pens gibt, möchte ich heute auch eine solche machen und zwar aus der Sicht einer Spitzfeder-Kalligraphin. Brush Lettering macht Spaß und so ein Pinsel ist doch für viele einfacher zu handhaben als eine Spitzfeder. Hier findet ihr Teil 1 meines Tests.

Faber-Castell

Faber-Castell Pitt Artist Pens Brush

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Diese Brush Pens haben eine Filzspitze (es gibt diese Pinsel und welche mit Kunsthaaren) und sind mittelweich. Es lässt sich gut damit schreiben, wenngleich sie mir persönlich etwas zu hart sind. Die Spitze ist übrigens schon viel besser als vor etwa zwei Jahren, mittlerweile franst sie nicht mehr so schnell aus. Es gibt sie in 60 Farben, das ist ziemlich beachtlich. Die Stifte sind übrigens lichtecht und wasserfest. Was mich stört: Bei dünnerem Papier drückt die Farbe durch.
Tip 1: Man kann die Spitze umdrehen, falls das doch passiert.
Tip 2: Nicht von oben andrücken, mit der Seite des Pinsels schreiben.

Zusammenfassung:

  • Lichtecht
  • Wasserfest
  • Mittelweich
  • Schmalere Faserspitze
  • Drückt bei Papier manchmal durch

 

Faber-Castell Pitt Artist Pens SB (Soft Brush)

Der Zuwachs der Faber-Castell Brush Familie! Der Name verrät es, diese Stifte sind sehr weich, was sie deutlich von den „normalen“ Pitts unterscheidet. Zudem fließt die Farbe besser. Diese Stifte gibt es in 10 Farben, die sich im Spektrum Grau bewegen, von warmen bis kalten Tönen.

Zusammenfassung:

  • Lichtecht
  • Wasserfest
  • Sehr weich
  • Schmalere Faserspitze
  • Guter Fluss

 

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Vergleich der Flexibilität B und SB

Tombow

Tombow Dual Brush Pens

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Die hochgelobten Tombow Dual Brush Pens mag ich vor allem wegen den vielen schönen Farben – 144 davon. Sie haben zwei Spitzen aus Nylon, 1x Pinsel und 1x Filzstift. Die Pinselspitze ist weitaus größer als die der F-Cs und ebenfalls mittelflexibel.
Was ich an den Tombows mag ist, dass sie sich miteinander gut vermalen lassen. So kann man schöne Effekte und Schattierungen erzielen. Was mir nicht gefällt ist, dass die Spitze des Pinsels recht schnell ausfranst.

Zusammenfassung

  • 144 Farben
  • Zwei Faserspitzen: Pinsel & Filzstift
  • Breiter Pinselstrich
  • Mittelweich
  • Lassen sich ineinander vermischen
  • Spitze franst schnell aus

 

Tombow Fudenosuke

Diese Stifte finde ich ziemlich fein, obwohl sie ursprünglich zum Kanji-Schreiben (japanische Schriftzeichen) gedacht sind. Es gibt sie in zwei Härtegraden der flexiblen Pinselspitze, wobei die harte Spitze wirklich sehr hart ist, fast schon vergleichbar mit einer Spitzfeder. Sie ist sehr schmal und das Material ist mir ein Rätsel. Es franst nicht aus und bleibt wunderbar in Form. Farben gibt es nur Schwarz und Grau.

Zusammenfassung

  • Zwei Härtegrade: Sehr hart, mittelweich
  • Schwarz
  • Franst nicht aus
  • Schmaler Strich

 

Ecoline Brush Pens

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Ich liebe ja die flüssigen Wasserfarben von Ecoline. Die Pinselstifte sind mit dieser Wasserfarbe gefüllt anstatt mir Tusche und haben durch die wässrigere Konsistenz der Wasserfarbe auch den besten Fluss von allen, die ich getestet habe, die Tinte kommt sehr flüssig heraus. Dadurch gleitet der Pinsel richtig schön über das Papier. Die Farben sind superschön, die Größe der Spitze eher größer (vergleichbar mit Tombow). Die Ecoline Brushes lassen sich mit den Ecoline Wasserfarben vermischen, indem man sie einfach in die Wasserfarbe taucht. Dadurch entstehen traumhafte Verläufe in all den wunderbaren Farben, die Ecoline so bietet.

Zusammenfassung

  • Mittelweiche Spitze
  • Breiterer Strich
  • Sehr guter Fluss
  • Lässt sich mit Ecoline Wasserfarben vermischen
  • Franst nicht aus

 

Pentel

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Pentel Color Brush

Die Color Brush Pens von Pentel sind relativ groß und haben eine Spitze aus Synthetikhaaren. Dadurch sind sie sehr flexibel und lassen sich daher etwas schwerer handhaben als die Stifte mit Filzspitze. Dafür gibt es aber auch mehr Variation in der Strichstärke. Es gibt 12 Farben und die Tinte ist wasserbasiert. Um den Fluss der Tinte zu gewährleisten, muss man den Körper (wo die Patrone drin ist) öfter drücken. Leider stockt der Fluss öfter, wenn man schnell schreibt.

Tip 1: Man kann den Pinsel auseinandernehmen und mit einer kleinen Spritze auffüllen, so braucht man nicht die teuren Patronen nachkaufen
Tip 2: Auch wenn sie leer sind, kann man sie super weiterverwenden, indem man sie einfach in Tinte taucht

Zusammenfassung

  • Wiederbefüllbar
  • Spitze aus Synthetikhaar
  • Mäßiger Fluss
  • Breiterer Strich
  • Sehr flexibel & weich

 

Pentel Pocket Brush

Der Pentel Pocket Brush ist der kleine Bruder der Color Brushes. Im Prinzip ist er die Miniaturversion und hat die gleichen Features. Ich mag es, dass man damit ziemlich klein schreiben kann. Ansonsten hat er die gleichen Probleme und Vorzüge wie der große Pentel.

 

Pentel Sign Touch Pen

Der Sign Touch Pen, auch bekannt als Sign Pen oder Touch Pen, ist dem Tombow Fudenosuke sehr ähnlich, nur dass er noch etwas weicher und nachgiebiger ist und die Spitze einfach größer. Sie bleibt gut in Form, auch wenn man fester andrückt, nach längerer Benutzung fusselt sie leider ein bisschen. Im Gegensatz zum Tombow Fude gibt es ihn in mehreren Farben, was natürlich nett ist. 🙂

Zusammenfassung

  • Härtegrad mittel
  • Mehrere Farben
  • Franst erst nach längerem Gebrauch aus
  • Mittelbreiter Strich

 

Das war Teil 1 meines Brush Pen-Tests, Teil 2 folgt nächste Woche, dann mit Stiften von SAI, Cocoiro und Copic. 🙂

Wenn ihr Wünsche, Beschwerden, Anregungen zu diesem Thema habt, freue ich mich darüber!

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