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Tintenfuchs’ Stiftetest #1: All about Brush Pens Teil 2

Nachdem es nie genug Übersichten über Brush Pens gibt, möchte ich heute auch eine solche machen und zwar aus der Sicht einer Spitzfeder-Kalligraphin. Hier findet ihr Teil 2 meines Brush-Pen Tests! Teil 1 findet ihr hier: All about Brush Pens Teil 1

Cocoiro

Cocoiro mit Brush-Spitze

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Die Cocoiros von Kuretake Zig sind superstylish und es gibt die Hüllen in soooo vielen Farben! Man kann verschiedene Füllungen hineingeben, zB eine zarte Filzspitze, einen Rollerball und eben die Lettering-Spitze. Sie ist eher klein, besteht aus Kunsthaaren und ist sehr flexibel. Das Interessante an den Cocoiros ist, dass man nicht die Patronen auswechselt, sondern gleich die ganze Mine, also den inneren Teil. Ich halte das schon für eine Ressourcenverschwendung. Was mir persönlich jetzt nicht so gut gefällt ist die Farbe. Der Stift ist nicht wirklich schwarz und dadurch, dass der Fluss eher mäßig ist, wird der verwaschene Eindruck noch verstärkt.

Zusammenfassung:

  • Weiche Pinselspitze
  • Nicht ganz schwarz
  • Mäßiger Fluss

Copics

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Copic-Marker sind Marker, die eigentlich für Mode- und Produktskizzen und Manga sehr beliebt sind. Die CIAO-Version davon hat aber eine Pinselspitze und war daher vor meinen Experimenten auch nicht sicher. Was soll ich sagen, man sollte vielleicht doch eher beim Zeichnen bleiben. Die Spitze ist aus einem Material das sich gleich komplett mitbiegt, anstatt graduell mit dem ausgeübten Druck. Das macht es sehr schwer zu kontrollieren, wie die Striche dann im Endeffekt aussehen. Was allerdings lustig ist: Man kann die Farben untereinander mischen und spannende Schattierungen durch Layering erzeugen. Vielleicht muss ich damit einfach noch mehr üben. Der Fluss ist jedenfalls sehr gut.

Zusammenfassung

  • Spitze nicht sehr geeignet
  • Breiterer Strich
  • Sehr guter Fluss
  • Farben misch- und layerbar
  • Franst nicht aus

 

SAI

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Sai Watercolor Brush Pen

Diese hübschen Stifte kommen in 20 Farben, die als „traditionelle japanische Farben“ ausgewiesen werden. Was auch immer das bedeutet, sie sind jedenfalls wunderschön. Die Pinselspitze ist aus Kunsthaar und sehr flexibel, wodurch sehr viele Strichstärken möglich sind. Sie sind wasservermalbar und lassen sich untereinander verblenden. Das einzige Manko an diesen tollen Stiften ist, dass sie relativ schnell leer bzw. trocken sind.

Zusammenfassung

  • Spitze aus Synthetikhaar
  • 20 Farben
  • Sehr flexibel & weich
  • Wasservermalbar
  • Farben mischbar

 

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Sai Thin Line Brush Pen

Wie der Name schon sagt, sind diese Stifte die kleinen Geschwister des Sai Watercolor Pens. Es gibt sie in verschiedenen Grau- und Schwarztönen, von bläulichem Grau bis zu Olivgrüngrau. Sie fühlen sich fantastisch an und ich liebe sie, weil ich sehr gerne klein schreibe. Die Spitze aus Kunsthaar ist flexibel aber nicht zu flexibel.
Tip: Wenn die Farbe ausgeht, lassen diese Stifte sich auch wunderbar in Tinte tauchen, so kann man für immer damit weiterschreiben. Die Spitze ist jedenfalls extrem lange haltbar.

Zusammenfassung

  • Spitze aus Synthetikhaar
  • Verschiedene Grautöne
  • Mittelflexibel
  • Dünner Strich
  • Tolle Haltbarkeit der Spitze

Das war Teil 2 meines Brush Pen Tests! Ich hoffe, er war für euch hilfreich 🙂 mir hat es jedenfalls Spaß gemacht.

3 Comments

  1. Schöne Übersicht. Ich als begeisterter Kalligraph und Comiczeichner (wenn auch teilweise noch in den Anfängen) bin immer auf der Suche nach neuen Stiften und Federn für einen ausgefallenen Stil. Den SAI Watercolor besitze ich selber und kann diesen nur empfehlen – vor allem wenn man etwas schnell colorieren möchte ist dieser perfekt.

  2. Jovana

    Sehr schöner Vergleich! Mich als absoluten Anfänger würde es interessieren welche Stifte du für Anfänger empfehlen würdest?

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